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02 Sep

Anleger im Silber- und Goldrausch!

Aufgrund der langanhaltenden Niedrigzinspolitik im Euroraum verlieren Anleger zunehmend das Vertrauen in den Euro. Mittlerweile kommt es bereits zu einem Notstand bei soliden Geldanlagen, was nicht nur für Privatanleger sondern auch für Versicherer und damit für den Bürger eine Katastrophe bedeutet. Eine zum gegenwärtigen Zeitpunkt abgeschlossene Lebens- oder Rentenversicherung würde durch die eingerechnete Inflation nicht einmal die eingezahlten Beiträge ausschütten.

Kapitalanleger müssen sich derweil entscheiden, ob sie ihr Geld unrentabel deponieren oder in den längst überblähten Aktienmarkt mit entsprechendem Risiko investieren. Ein weiteres Alarmsignal ist die große Bereitschaft in „krisensicheres Gold“ zu investieren. Bei diesem Unterfangen geht es den Anlegern weniger um Profit, sondern um Rettung ihrer Kapitaleinlage bei einer evtl. auseinanderfallenden EU oder einer weiteren Wirtschaftskrise. Leider eine berechtigte Konsequenz der äußerst schlechten Finanz- und Europapolitik der letzten Jahre.
Die Finanzpolitik der EZB ist für den Bürger schon längst nicht mehr nachvollziehbar. Negativzinsen, Staatenfinanzierung, Bankenrettung und die Anfeuerung der Inflation verbergen sehr hohe Risiken. Sicherlich weit entfernt von den Erwartungen der „Euro-Bürger“ in ein intaktes und solides Währungssystem. Um das Vertrauen der Bürger noch weiter zu schwächen, kündigt die EZB den Entzug des 500-Euro-Scheins aus dem Bargeldverkehr unter dem Deckmantel eines lächerlichen Argumentes an. Wir alle können nur hoffen, dass der zukünftige EZB-Präsident mit genügend Scharfsinn, Weitblick und vor allem mit Fingerspitzengefühl ausgestattet ist. Erschwerend hinzu kommt aber noch ein weiterer Negativ-Faktor. Zunehmend beobachte ich immer mehr Veröffentlichungen von sogenannten Finanzexperten, die exorbitante Wertsteigerungen bei Gold und Silber voraussagen, und den Kollaps der Europäischen Wirtschaftszone gibt es noch gratis hinzu. Nun ja, wer es glauben will?
Ich werde sicherlich keine Prognose zur Kursentwicklung von Edelmetallen oder der Zukunft der Europäischen Union abgeben, dennoch kleine Tipps für den Gold-/Silberankauf möchte ich schon geben.
Daher sollten Sie sich insbesondere bei Ankäufen über Banken im Vorfeld über eine Rückkaufgebühr (Umtauschgebühr) sachkundig machen, die bei einigen Institutionen sehr deftig sein kann. Weiterhin existieren Tagesankaufs- und Tagesverkaufspreise, deren Differenz den Banken und Sparkassen immer ein Gewinn beschert. Auch hier lohnt der Vergleich!
Im Gegensatz zu Silber-/Goldbarren können Münzen später auch auf dem Sammlermarkt erfolgreich angeboten werden und gelten unter Kennern als die clevere Alternative. Den wie Pilze aus dem Boden sprießenden „Goldankäufern“ sollten Sie bei Ihrem Vorhaben keine Beachtung schenken. Anleger sollten sich im Klaren darüber sein, dass es sich hierbei um eine „spekulative Einlagensicherung“ handelt und daraus Gewinne oder Verluste resultieren können. Von daher, erst gut informieren und danach richtig handeln!

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Frei nach Jürgen Klopp, dem ehemaligen Cheftrainer der professionellen Fußballmannschaft vom Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund

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